| |
|
"Ich möchte gerne, dass man beachtet, was ich sage,
nicht wie ich es sage."
Ein Abend mit Arnold Schönberg und Wassily Kandinsky
|
|
Arnold Schönberg
|
Aus:
Drei Klavierstücke (1894, o.op.)
Andantino
|
| |
|
|
Hanns Eisler:
|
Sonate für Klavier zu zwei Händen
op.1
|
| |
|
|
Egon Wellesz
|
Aus:
Eklogen op.11
Burleske
|
| |
|
|
Anton Webern:
|
Variationen für Klavier op.27
|
| |
|
|
Alban Berg:
|
Sonate für Klavier op.1
|
| |
|
|
Arnold Schönberg:
|
Sechs kleine Klavierstücke op.19
|
Ein Abend basierend auf dem Briefwechsel von Arnold Schönberg
und Wassily Kandinsky.
Konstanze John, Klavier
Nicole Dantrimont, Moderation und Konzeption
|
Sehr geehrter Herr Professor! Entschuldigen Sie, dass ich, ohne das Vergnügen
zu haben, Sie persönlich zu kennen, einfach an Sie schreibe. [...]
Sie haben in Ihren Werken verwirklicht, wonach ich in freilich unbestimmter
Form in der Musik so eine große Sehnsucht hatte." So beginnt
er, der Briefwechsel zwischen dem Maler Wassiliy Kandinsky und dem Komponisten
Arnold Schönberg, der schriftliche Dialog zweier Seelenverwandter.
In einem Brief äußerte sich Schönberg: "Sie werden
sich wundern, wie vieles ich ganz ähnlich sage wie Sie." Aus
jenem ersten Schreiben vom 18. Januar 1911 entwickelt sich eine Freundschaft,
die mit Unterbrechung des Ersten Weltkrieges über 12 Jahre fortdauerte.
Arnold Schönberg und Wassiliy Kandinsky - zwei Künstler, die
beide die Grenzen zwischen ihren Künsten überschritten und Experimente
im Schaffensbereich des anderen wagten. Und zwei Kunstschaffende, die
ihre jeweilige Kunst nicht einfach so belassen wollten wie sie bis dahin
war, die neue Impulse setzen wollten, die zwar beide konstruierten, jedoch
nicht die Konstruktion in den Mittelpunkt Ihres Schaffens stellten. Arnold
Schönberg schreibt dazu an Kandinsky: "Ich möchte gerne,
dass man beachtet, was ich sage, nicht wie ich es sage. Erst wenn man
jenes bemerkt haben wird, wird man diesem ansehen, dass es unnachahmlich
ist."
Nicole Dantrimont
zurück
|

|